D4O Renaissance
Elfen
ie Welt, welche wir heute als Althea kennen, war noch jung zu der Zeit, als die Elfen über sie wandelten. Die Kunst und der Einfallsreichtum der Elfen und ihre Leistungen überstrahlten sogar die Pracht der Sonne. Dank ihres langen Lebens vermochten sie, ihre Werke langsam und mit einer Präzision zu erschaffen, welche bis heute seinesgleichen sucht. Doch ein Teil der Elfen sah in ihrer Gabe eine Macht, welche sie mutig und süchtig nach immer mehr Größe machte. So wurden sie Opfer ihres eigenen Größenwahns und hörten, verblendet durch ihre Selbstüberschätzung, die Worte des Schicksalsboten nicht, als dieser zum ersten Mal seinen Fuß auf Althea setzte.
Es war eine Zeit, in der die beiden Monde Altheas in einer Linie mit den Hauptsternen des Zentaur standen. Man erzählt sich, es solle eine klare, kalte Nacht gewesen sein, als der Schicksalsbote an den Hof der Elfen trat, mit einem Aussehen, als sei er aus einem Albtraum entsprungen. Er sprach Worte der Warnung, Worte des drohenden Unheils, das über sie kommen würde. Er sprach vom Chaos und wie es Besitz von ihnen ergreifen würde und er sprach davon, dass die Elfen sich auf die Götter besinnen sollten, um dem Untergang zu entgehen.
Die Elfen vernahmen die Worte und blickten auf Ihre Schöpfungen. Und geblendet durch die Schönheit Ihrer eigenen Werke schenkten Sie den Worten des Boten keinen Glauben.
So verließ der Bote die Welt, mit der Ankündigung, bei seinem nächsten Erscheinen werde er die Elfen prüfen und richten. Und mit dem Verschwinden des Boten verschwanden auch die Worte der Offenbarung aus dem Sinn der Elfen.
Lediglich einer, ein Elfenprinz names Oberon, nahm sich der drohenden Worte an und da er glaubte, dass die Zerstörung von Ogrimar käme, wandte er sich im Glauben an ihn. Besänftigen wollte er den Vernichter und zeigen, dass die Elfen seiner würdig sind.
Dies sah auch Nazagoth und überlegte, wie er sich selbst diesen tiefen Glauben und die Treue zunutze machen könnte. Und so offenbarte sich der Gott des Chaos dem Elfenprinz in Gestalt Ogrimars und er versprach ihm große Macht und die Rettung seines Volkes, wenn er ihm hier und jetzt seine Treue auf Ewig schwören würde.
Da der Elfenprinz glaubte, er stände vor seinem Gott Ogrimar, der sich nun endlich seiner annehmen würde, schwor er Nazagoth ewige Treue.
Im falschen Glauben verriet der Elfenprinz, welcher als der Finstere Prinz oder auch Makrsh P’Tangh bekannt werden sollte, Ogrimar, die Ordnung und sein Volk und nahm das Geschenk der Macht von Nazagoth selbst an.
Dieser Prozess mag wohl über viele Jahrhunderte gedauert haben - in der Zeit der Welt gemessen bloß ein Augenblick. Die Elfen hatten die Warnungen des Schicksalsboten längst vergessen, als erneut die Sterne einen Besuch des Boten ankündigten. Doch die arkane Macht und die magischen Künste der Elfen vermochten dem Fluch, der über sie hereinbrach, nichts entgegenzusetzen. Und die Mächte des Chaos, die für ihre Vernichtung sorgten, ließen keinen Stein eines Gebäudes der Elfen mehr auf dem anderen.
Nur einige wenige Elfen, welche versucht hatten, sich die Warnungen ins Gedächtnis zu rufen, wurden vor dem Schicksal der Vernichtung gerettet.
Artherk selbst sah seine Schöpfung untergehen und beschloss, ihnen zu helfen. Lothar erkannte die Harmonie, welche in den Elfen steckte und bat, ihnen einen Teil ihrer Künste und ihrer Lebensspanne zu nehmen, auf dass sie erkennen würden, wie vergänglich doch alles und wie klein sie im Vergleich zur Gesamtheit seien.
Doch Gluriurl hatte seinen eigenen Plan mit diesen Wesen. Er sorgte dafür, dass ihre Seelen in einen magischen Teppich gewebt werden würden, in dem sie bis zum Ende der Zeit überdauern sollten und dort Wissen anhäufen, das sie gesucht hatten, wohl wissend es niemals verwenden zu können. Damit entstand das Flies der Seelen, auch als Elfenbindung bekannt.
Makrsh P‘Tangh aber wurde für seine Treue zum Chaos belohnt und überlebte die Offenbarung, da Nazagoth ihm ewiges Leben schenkte. Doch zu welchem Preis? Der Elfenprinz fühlte sich von Ogrimar betrogen, da er noch immer glaubte, er habe ihm die Treue geschworen. So wandte er sich von den Göttern ab und schwor alles Leben zu vernichten und Chaos über die Welt zu bringen. Nazagoth vernahm dies mit großem Wohlwollen. Sein Diener war bereit…
Und das Zeitalter der Elfen endete mit der zweiten Offenbarung, welche auch die Zwerge vernahmen, als der Schicksalsbote die Welt wieder verließ.
- Feylor (Legenden behaupten, er und einige seiner Schüler hätten überlebt)
- Oberon (aus ihm wurde Makrsh P'Tangh, der Finstere Prinz)