D4O Renaissance
Orks
eit Anbeginn der Zeit scheint es Sie zu geben: Verfressene, in Gold vernarrte, brutale Bestien sollen sie sein; sabbernde, stinkende, rücksichtose Kreaturen, so hört man es an jeden Ort. Vieles stimmt, vieles nicht. Orks, stechendgrüne Orks, blasse Orks, kleine und grosse, flinke und starke - manch einer sagt, er hätte einen klettern sehn, den anderen schwimmen. Es berichteten die wenigen von den Elfen verbliebenen Aufzeichnungen schon über Kämpfe mit wilden grünen Bestien, die den heutigen Orks erstaunlich ähnlich gewesen sein mussten. Doch während die Elfen seinerzeit durch ihre schiere Anzahl die Oberhand behielten und eine blühende Zivilisation schufen, was letztlich dazu führte in den Fokus der Götter zu geraten und vernichtet zu werden, blieb das Volk der Orks mit ihren eigenen Göttern eher unbeachtet, was aus geschichtlicher Sicht sicher durchaus als Vorteil zu werten ist. Eigentlich hätte mit Vernichtung der Elfen durchaus die Zeit der Orks beginnen sollen, da sie ihrer größten Wiedersacher beraubt wurden. Doch scheint es während des Zeitalters der Zwerge kaum Aufzeichnungen zu geben. Man kann nur mutmaßen, dass die Nachwirkungen der Offenbarung das Leben auf der Oberfläche nicht gerade begünstigen. Nicht von ungefähr war das führende Volk dieser Epoche ein unterirdisch lebendes.
Auch heutzutage sind die einzelnen Orkstämme von ihrer Größe noch eher unbedeutend, auch wenn sie auf jeder Insel anzutreffen sind. Die wenigen Gebiete, die die Orks ihre Heimat nennen, werden kompromisslos verteidigt und so ist nur wenig über diese Wesen bekannt. Im Allgemeinen klassifiziert man die Stämme nach ihren Heimatgebieten auf den 3 bekannten Inseln. Auch in Chronland scheint es einen Orkstamm zu geben, doch ist über diesen noch weniger bekannt, da eine Expedition dahin zu gefährlich und kostspielig erscheint.
Die bekannten Orkrassen sind:
Waldorks
Die Waldorks leben überwiegend auf Arakas, hoch im Norden. Der Orkwald, östlich der Nordfurche, ist bevölkert von etwa menschengrossen Orks, die doch viel breiter sind. Sie sind gewitzt, auch geschickt und lernen viel über die Tiere des Waldes. Sie werden oft als Späher und Spione eingesetzt, wie man vor den Toren Lichthafens erkennen kann. Doch auch große Krieger und Bogenschützen werden von den Waldorks herangezüchtet, gar Schamanen gehen in einer Schlacht hinter den Kriegern, denn altes Wissen ist geblieben und Tag für Tag wird es ergründet.
Bergorks
Während die Waldorks schon ein wenig größer als Menschen sind, sind die Bergorks wahre Riesen.
Hühnenhaft stapfen sie vor sich hin, große Füße hinterlassen tiefe Abdrücke im Boden. Sie sind stark, sehr stark; man könnte meinen, sie könnten Bäume ausreißen. Zu finden sind sie auf Rabenfels, weit im Osten in ihrer Orksiedlung, südlich der Gespensterheide, meist beschäftigt mit unnützer Minenarbeit. Doch genau diese Minenarbeit ließ sie zu großen und kräftigen, doch auch sehr dummen und begriffsstutzigen Orks werden. Sie holten sich ein paar Waldorks, die vor ihren Bergen nach Gefahr Ausschau halten. Magie ist ihnen gänzlich unbekannt; die dort oben lebenden und magisch begabten Orks sind ausschließlich Waldorkschamanen.
Schwarzorks
Gerüchteweise sollen Sie die ersten aller der Orks gewesen sein. Nach Orkmassstäben ungemein intelligent, stark und sehr geschickt und von der Statur her kleiner und zierlicher als die Wald- und Bergorks. Die Magie überwog bei ihnen, doch um ihre Ahnen zu ehren trugen die meisten von ihnen stets eine Axt oder Keule mit sich, die sie doch fast nie benutzen. Ihr Zauber war dem der Menschen gleich, sie waren klug und lernten schnell. Doch sie verschwanden, wohin weiss keiner. Viele Sagen und Mythen drehen sich darum, dass sie sich in den Bergen von Steinbergen in einen langen Schlaf versetzten, um eines Tages zu erwachen, so wie die Götter der Orks selbst.
Snotlinge
Vor Äonen von Jahren, als die ersten Orks über die Welten wandelten, gab es eine vierte Orkrasse: Die Snotlinge. Sie war die stärkste, größte und klügste Rasse der Orks und beherrschte alles. Jedoch begab es sich, dass diese Orks so mächtig wurden, dass sie den Orkgöttern selbst entsagten. Erzürnt davon kämpften Xruu'Grug, Ug`Nag, Kronk, Ook`Tok, Bragla, Vrishnak, Gralg`Vik, Hiurhka und Krull'Nua selbst gegen die Snotlinge. Aufgrund ihres Wissens und ihrer Stärke gelang es den Snotlingen, eine Schlacht gegen die Götter herbei zu führen, die sie zu gewinnen schienen. Zu diesem Zeitpunkt erschien Göttervater Aragh selbst und schlug mit nur einem Hieb alle Snotlinge in zwei Stücke. Da er dies nicht als Strafe genug ansah, erschuf Aragh aus jeder Hälfte der Snotlinge einen neuen und seitdem sind die Snotlinge kleiner als Menschen. Seitdem sind die Snotlinge die Sklaven der Orks und jeder Ork hat von Geburt an eigene Snotlinge: Mancher mehr, mancher weniger, je nachdem wie sich seine Snotlinge vermehren oder er sie tötet, weil sie nicht seine Befehle befolgten oder auch nur weil er gerade Lust dazu hatte. Snotlinge sind kleine grüne Wesen, welche meist Gegenstände der Orks tragen und in Stofffetzen gekleidet sind. Manche von ihnen tragen auch verrostete Messer, die sie entweder einem Menschen gestohlen haben oder irgendwo fanden.
Wie bei der Vorstellung der Rassen schon angerissen haben die Orks eigene Götter, die sie anbeten. Ausgehend von den zwei Obergöttern Arargh und Vraala, die wie die Schwarzorks auf mysteriöse Weise verschwanden, gibt es aktuell eine Menge untergeordneter Gottheiten, die selbst die Kinder der Obergötter sind.
Ug`Nag (Kriegsgott)
Der Älteste der neun Götterkinder, der den Thron der Obergötter nach ihrem Verschwinden beanspruchte. Er ist groß gewachsen, breit sein Körper, Eckzähne schöner und grösser als die des besten Ebers im Wald. Seine Geschwister können ihn nicht leiden, da er arrogant und überheblich auftritt. Zum Wohle seines Volkes entfacht er immer wieder Krieg, da die Orks seiner Meinung nach nur im Kampfe reifen können. In seinen Geschwistern sieht er eher eine Gefahr für seine Pläne. Nur der kleine dicke Kronk hat ihm zugesagt. Ug`Nag wacht über die Orks und man munkelt, dass er tief in den Bergen geheime Kampftaktiken trainiert.
Ook`Tok (Diplomat)
Er ist der zweitälteste der Neun und trotzt stets Ug`Nag mit seiner Vernunft und Überzeugungskraft. Doch er ist ein hinterhältiger, nur zum Wohl seines Volkes handelnder Gott. Er, der alle Götter und Stämme zusammenhält, zeigt die Wichtigkeit des Zusammenhaltes auf. In seiner Art ist er gerissen und bestimmend, was er auch den Orks zeigt.
Bragla (Fruchtbarkeitsgöttin)
Sie liebt das Spiel zwischen den Geschlechtern, und als drittjüngste fing sie früh an davon zu erzählen. Sie weiß, dass es die Mannen eher in die Schlacht führt und das Weibe ihnen egal ist. So machte sie mit den Mannen einen Handel aus, dass die Mannen von den Frauen in Ruhe gelassen werden und nur einmal zur Zeit der Dunkelwende versetz sie die Mannen in einen Schlaf. Was dann passiert, weiß niemand. Sie ist schön, sagen die Frauen, und wohl auch nett, was sie bei den männlichen Orks eher unbeliebt macht.
Vrishnak (Naturgott)
Jedes Mal, wenn ein Sturm oder eine Flut kommt, ehren die Orks ihn, denn Stürme sind hilfreich in der Schlacht. Er ist der Viertgeborene und erkannte früh, dass in der Natur große Kraft steckt und übte fleißig. Er ist wie der Sturm rauh und hart, doch auch wie eine kleine Brise sanft und klar. Er ist der Liebling der Familie und die Orks sagen, er zeigt seine Launen beim Wetter über Goldmond.
Xruu`Grug (Totengott)
Er ruft die Gefallenen zu sich und obwohl er nur der Fünftgeborene ist, ist er gefürchtet von allen: Seinen Geschwistern und dem Volk der Orks. Nur die wagemutigsten preisen ihn. Man sagt, dass er das Wissen der gefallenen Krieger bewahrt und neugeborenen Orks einsetzt. So müssen sie nicht lernen und können alles von Anfang an - so vergeuden die Orks wenig Zeit mit trainieren. Xruu`Grug ist seltsam, stets allein, nicht viel sagend, lebt zurückgezogen und experimentiert an den Toten.
Hiurhka (Göttin des Schutzes)
„Die Mitfühlende“ ist die Sechstgeborene und hält stets eine schützende Hand über die Orks, die oft untereinander streiten und Machtkämpfe austragen. Doch hütet sie vor allem über die Frauen und Kinder. Sie vertreibt Krankheiten und Missgunst.
Krull'Nua (Göttin des Reichtums)
Sie ist die Siebtgeborene und scherte sich nie um was anderes außer um Gold, Juwelen und alles was glänzt. In ihrem Haus, das aus purem Gold ist, sind Säle voll mit glänzenden Dingen. Alles ist ihr egal, so scheint es. Sie leitet die Orks zum Suchen, Sammeln und Erobern von allem was glänzt und glitzert. Die Vernarrtheit im Horten von unnützen Gegenständen führt auf Krull`Nua zurück.
Gralg`Vik (Gott der Magie)
Er ist stets in seinem Labor anzutreffen und hat als Achtgeborener wenig Aufmerksamkeit von Vraala und Arargh bekommen. Er wird lediglich von den Orkschamanen verehrt ist eifrig und wissbegierig. Er ist der Lustige und Scherzende unter den Götterkindern. Man mag ihn, doch man fürchtet, er wird mit seinen Zaubern Unheil anrichten. Doch sieht man auch die Macht der Magie und unterstützt ihn, wo man kann.
Kronk (Nahrungsgott)
Das jüngste der Gotteskinder. Die wenigen Zeichnungen der Orks zeigen ihn stets mit etwas Essbaren in der Hand. Das scheint Ug`Nag zu gefallen, denn er hat Kronk gern an seiner Seite, damit die Orks immer gesättigt in die Schlacht ziehen können. Kronk kümmert sich um die Ernte (wovon er viel für sich selbst in Anspruch nimmt) und wird von allen Orks verehrt, da es für sie neben der Schlacht das Wichtigste ist, etwas zu essen.
Bekannte Orks:
- Morgrath (Abtrünniger Anführer der Orks)
- Ghundarg Rumpelfuss (Anführer der Orks im Orkdorf)
- Murmuntag (Wächterork einer Menschenstadt)