D4O Renaissance
Zwerge
ine der antiken Rassen neben den Elfen und Zentauren. Die Zwerge, welche den Geruch des Todes der Elfen, den der Wind zu ihnen trug in den Nasen hatten, ahnten die herannahende Gefahr und machten sich bereit, das Übel zu bekämpfen. Der Abgesandte der Götter erschien auch ihnen, warnte sie wie einst die Elfen, erzählte auch ihnen von den Göttern und deren Aufgaben und ebenso vom Schicksal der Elfen. Die Zwerge entwickelten sich zu einem Volk der Künstler und Baumeister, Schmieden und Bergleuten, doch nicht wie die Elfen in Wäldern und auf freier Ebene, sondern tief in den Bergen erschufen sie riesige Gewölbe, die mit Leichtigkeit an die Pracht einstiger Elfenbauten heranreichen konnten.
Sie nahmen die Worte des Schicksalsboten erst, lebten fortan in dem Wissen um die Götter, errichteten Tempel und huldigten ihnen. Sie waren durch das Schicksal der Elfen gewarnt und wollten nicht den gleichen Fehler machen. Doch der Eine blendete die Herzen der Zwerge. Nur mit den Augen, nicht aber mit dem Herzen, sollten sie den Boten der Götter erkennen. Und wieder erinnerte der Eine die Götter an den Kampf und wieder schickten sie den aus, der als Schicksalsbote bekannt war. Die Götter waren sehr erfreut über die Entwicklung der Zwerge und der Bote kam, um sie zu segnen, schließlich hatten sie doch die Warnungen verstanden und änderten ihr Leben so, wie es die Götter verlangten. Und als die Zeit reif war, erschien der Schicksalsbote erneut, um die Zwerge zu prüfen.
Die Zwerge, bereit den Boten zu empfangen, erwarteten ihn mit vor Stolz erhobenem Haupt; doch ihnen offenbarte sich ein Wesen, das grässlicher anzusehen war als der schlimmste Albtraum. Sie konnten nur mit den Augen sehen, ihr Herz blieb blind für die Offenbarung. Sofort griffen sie dieses Wesen an, dachten sie doch, es sei ein Dämon aus der Hölle, der sie vernichten wollte. Auf das schwerste verwundet und sehr erzürnt verwandelte der Schicksalsbote das Volk der Zwerge in hirnlose Scheusale. Er vernichtete ihre Städte, ihre Kultur und löschte somit die Existenz der Zwerge aus, so wie die Menschen sie früher kannten.
Da sie nur mit den Augen sehen können, gab es für sie kein Gut und Böse in dem Sinn, wie es Menschen verstehen. Nach Überlieferungen existieren nur noch ganz wenige Zwerge, die aber sehr scheu und kaum zu sehen sind. Die meisten Zwerge sind Scheusale, Abgründige, die in Höhlen ihr Dasein verbringen, wo sie von den meisten Menschen gemieden werden. Sie wurden von dem Einen geblendet und die wenigen Überlebenden suchen nach Vergeltung. Vielleicht finden sie in dem Volk der Menschen, von denen einige heimlich ihr Schicksal beobachtet hatten, genügend Hilfe um gemeinsam den Einen zu besiegen.
Die wichtigsten Stämme der Zwerge
Langbärte
Es wird vermutet, dass der namenlose Barde der frühere Stammesfürst war. Da er der mächtigste unter ihnen schien, verwandelte der Eine ihn in einen namenlosen Barden, da Zwerge eher wortkarg als redselig waren.
Dieser Zwergenstamm war sehr intelligent und man munkelt, sie pflegten sich auch außerordentlich. Wasser und Seife waren für sie kein Fremdwort. Ihre Manieren waren hervorragend. Sie bedienten sich auch der verpönten Magie, ausschließlich aber der der heilenden Künste.
Feuerbärte
Aus diesem Volke gingen später die Silberbärte hervor. Es war ein Stamm von Rauf- und Trunkbolden. Sie zogen gerne in den Krieg gegen ihre mächtigen Feinde. Ihr einziger verbündeter Stamm waren die der Eisenfäuste. In beiden Stämmen gab es exzellente Krieger und Bogenschützen. Ihr Anführer soll auf dem Namen Dvalin gehört haben. Auch dieser existiert in Gestalt eines Scheusals tief in den Höhlen Altheas weiter.
Eisenfäuste
Sie waren mit den Feuerbärten eng verbunden, und eben wie sie so angriffslustig und versoffen. Borg Eisenfaust, ein Enkel des bekannten Karg Eisenfaust, lebt weiter auf Althea, wenn auch sehr zurückgezogen. Sie waren erstklassige Krieger, die weder Angst noch Furcht kannten.
Breitbalken
Über diesen kleinen Stamm wird erzählt, dass sie sich aus Faulheit aus jedwedem Kampf heraushielten. Für sie war der Abbau des Mithrils wichtiger, ebenso wie die Herstellung von erstklassigen Waffen aus dem gleichnamigen Metall. Laut Erzählungen soll Nafuhr Bluthammer ein Nachkomme des Stammes sein.
Steinfüsse
Die robusten und sehr kräftigen Zwerge dieses Stammes waren großartige Architekten und Baumeister. Sie konnten geschickt mit Hammer und Meißel umgehen und bauten großartige Höhlen und bildeten den Grundriss vom heutigen Lichthafen, das auf einer alten Stadt der Elfen erbaut wurde.
Schwarzlocken
Dieser undurchsichtige Stamm errang Berühmtheit im Ausplündern und Ausrauben von Dörfern und Städten. Sie waren exzellente Bogenschützen und Diebe. Sie nutzen andere gewissenlos und gierig aus, um sich selbst zu bereichern. Ihr Ziel war es, so viel wie möglich an Gold zu besitzen und ihre Macht zu weiten. Man munkelt, dass Venadar einer der ihren war.
Steifbärte
Über diesen Stamm weiß man sehr wenig. Sie waren kleine, fleißige Bergleute, die den Umgang mit funkelnden Edelsteinen und Kristallen beherrschten wie kein anderer Stamm. Ihre Schleifkunst konnte nie übertroffen werden. Über Grax und seinem Bruder wird vermutet, dass sie diesem Stamm angehören.
Charakteristische Eigenschaften der Zwerge
Wortkarg, jähzornig, stur wie ein Maultier, geduldig, wasserscheu. Es ist leichter einen Drachen durch ein Nadelöhr zu bekommen, als ein Zwerg auf ein Boot. Ehrlich, treu, beharrlich, gewissenhaft, tapfer und kräftig. Einige sind auch listig und geizig. Zwerge lieben einen guten Kampf, Bier und Met. Freunden gegenüber sind sie, trotz allen Murrens, absolut loyal. Fremden gegenüber verhielten sich Zwerge stets bedeckt.
Ihre Körperliche Beschaffenheit
Zwerge sind klein, breit und kräftig, durchschnittlich zwischen 120 cm und 140 cm groß mit meist dunklen Haaren und Augen. Der ganze Stolz eines Zwerges ist sein zumeist langer, sehr kunst- und liebevoll geflochtener Bart. Die Lebenserwartung eines Zwerges liegt zwischen 350 und 450 Jahren.
Ihren Kindern sind Zwerge leidenschaftlich ergeben. Sie erzogen sie recht streng, damit sie robust, erfahren und unbeirrbar wurden. Eltern verteidigen ihre Kinder mit aller Macht, selbst wenn es den Tod für sie bedeutet. Kinder verhielten sich gegenüber ihren Eltern genauso.
Zwerge sind sehr gute Handwerker, Baumeister, Bergleute und Schmiede. Es gibt sehr viele Geschichten und Legenden über ihre geheimnisvolle Schmiedekunst. Ihre Macht über die verborgenen Kräfte der Natur äußert sich besonders in ihrer überlegenen Kunstfertigkeit und dem Schmiedewesen. Sie belieferten nicht nur die Menschen und die Elfen mit allerhand kostbaren Waffen und Werkzeugen, sondern schmiedeten sogar für die Götter selbst. Mjölnir soll eine solche sehr kostbarer Waffe gewesen sein. Es soll auch Mäntel und Hüte gegeben haben, mit denen man unsichtbar wurde. Die meisten Stämme der Zwerge verabscheuen - außer, es gibt keine anderen Möglichkeit - jede Art der Zauberkunst, obwohl sie als schlau und zauberkundig gelten.
Die Zwerge sind trotz ihrer Wildheit gut ausgebildet, daher ist es eher unwahrscheinlich auf einen zwergischen Barbaren zu treffen. Ebenso wenig ist ein Zwerg redselig genug, um die Laufbahn eines Barden einzuschlagen. Die heilige Sprache der Zwerge wird auch heute noch von wenigen überlebenden Zwergen gesprochen und für die Nachkommen übermittelt, auch wenn die Zwerge auch die Sprache der Menschen erlernten, um sich in der heutigen Welt von Althea verständigen zu können.
- Borg Eisenfaust (Sohn des meisterlichen Zwerges Karg Eisenfaust)
- Degenhart Silberschmied (dem Namen nach könnte er zwergischer Abstammung sein)
- Nafuhr Bluthammer
- Der namenlose Barde (Er war einer der Auserwählten)
- Ein furchteregendes Untier (Venadar)